E-paper - 13. Dezember 2019
Verlagsbeilage NK

E-Paper - Auswahl
 
 

Schon Markgräfin Wilhelmine gefiel es in Eckersdorf, schließlich gab sie 1758 den Auftrag, in Donndorf ein Schloss als Sommersitz zu errichten. Das Schloss, das Gartenkunstmuseum und der Schlosspark sind auch heute noch Anziehungspunkt für viele Einheimische und Gäste. Dass Eckersdorf und seine Ortsteile lebenswert sind, haben mittlerweile über 5000 Einwohner erkannt. Kein Wunder, hat die Großgemeinde alles, was man zum Leben braucht: von Nahversorgern über Ärzte und Apotheke, Kindertagesstätten und die Grund- und Mittelschule bis hin zu zahlreichen Vereinen, Freizeiteinrichtungen und einem Seniorenwohnheim. Auch die unmittelbare Nähe zur Stadt Bayreuth spricht für die Wohn- und Lebensqualität in der Gemeinde. Und die herrliche Landschaft rund um Eckersdorf lädt zu jeder Jahreszeit zu Spaziergängen und Wanderungen ein. Besonders sehenswert ist beispielsweise das Teufelsloch bei Oberwaiz. Auch der Jean-Paul-Wanderweg führt durch Eckersdorf und auf den Kuckucks-Wanderwegen lässt sich die Natur rund um Busbach erkunden. Apropos Busbach: Die dortige Dorferneuerung schreitet voran. Der Bau des Dorfgemeinschaftshauses mit den zwei Feuerwehrstellplätzen wird bis zum Sommer andauern. „Der Dorfplatz vor dem Gebäude kann im Frühjahr in die Ausschreibung gehen, so dass auch hier sicherlich bald die Bagger anrollen können“, so Pichl. Und weil zwischen den Eckersdorfer Ortsteilen kaum ein Bus fährt, beteiligt sich die Gemeinde mit bis zu acht Bänken an der Aktion „Mitfahrbänke“.

Großprojekte

Das Hauptaugenmerk der Gemeinde liegt aber auf gleich zwei Großprojekten: Der auf dem ehemaligen Festplatz geplante Neubau einer neungruppigen Kindertagesstätte mit 160 Plätzen geht in die Ausschreibung und bei der Planung der Dreifach-Sport- und Mehrzweckhalle auf dem Gelände in unmittelbarer Nähe zur Schule wird „aller Voraussicht nach bis Februar eine aussagekräftige Kostenschätzung vorliegen“, schätzt Bürgermeisterin Sybille Pichl. Natürlich geht auch das Thema Energiewende an der Gemeinde nicht spurlos vorbei: „Zum einen wird die Straßenbeleuchtung Zug um Zug auf LED umgestellt. Zum anderen sollen zwei E-Ladesäulen – eine am Rathaus, eine an der Schule – aufgestellt werden.“

Im Hinblick auf die Flächensparoffensive des Freistaats ist sich der Gemeinderat seiner Verantwortung bewusst: „Nachdem der Gemeinderat zum Thema Baulandentwicklung Klausur gehalten hat, wird ein Vitalitätscheck mit Leerstands- und Flächenmanagement erfolgen. Daraus können Entscheidungen zur weiteren baulichen Entwicklung der Gemeinde getroffen werden“, so die Bürgermeisterin. Auch die Sanierung der Straßen geht weiter nach der Prioritätenliste. „Die Untersuchung des kompletten Kanalsystems geht dem Ende entgegen. Daraus wird ein Konzept für kurz-, mittel- und langfristig notwendige Sanierungsarbeiten entwickelt. Im Zuge dessen werden die entsprechenden Straßenzüge, die marode Kanäle aufweisen, saniert.“

Zu guter Letzt beschreitet Eckersdorf in finanzieller Hinsicht einen für sie neuen Weg: die Gründung einer Bürgerstiftung, die Geld für gute Zwecke generieren soll.

Verlagsbeilage NK vom Freitag, 13. Dezember 2019, Seite 63 (9 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE