E-paper - 13. Dezember 2019
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Zwischen Tradition und Moderne

Die Gemeinde Mistelbach hat sich ihren dörflichen Charakter bewahrt

Die erste schriftliche Erwähnung Mistelbachs datiert vom 4. Mai 1125. Seit dieser Zeit musste das vor den Toren von Bayreuth gelegene Dorf manche Rückschläge und Veränderungen hinnehmen. Dennoch blieb sein Erscheinungsbild weitgehend erhalten, geprägt von landwirtschaftlichen Gebäuden, der Kirche, dem Rittersitz (Schloss) und kleineren Handwerksbetrieben. Der Zuzug von Flüchtlingen nach dem Zweiten Weltkrieg, die Umstrukturierung der Wirtschaft, des Verkehrs, die Ansiedlung von Gewerbe und neue Baugebiete haben den Ort in den letzten 70 Jahren allerdings verändert. Trotz allem hat die Gemeinde Mistelbach ihren dörflichen Charakter bewahrt. Derzeit ist der Ruf nach neuen Bauplätzen, auch auf Grund der Nähe zur Stadt Bayreuth, unüberhörbar. Verantwortlich für die Entwicklung der Kommune ist der zwölfköpfige Gemeinderat mit dem seit 2014 amtierenden Bürgermeister Matthias Mann.

Finanzlage

Die Finanzlage der 1599 Einwohner zählenden Gemeinde Mistelbach ist ausgesprochen gut, wie auch der Blick auf den Haushalt 2019 zeigt, der mit einem Finanzvolumen von 7,134 Millionen Euro (Vorjahr: 6,4 Millionen Euro) verabschiedet wurde. Dabei ist hervorzuheben, dass es bereits der 41. Haushalt in Folge ist, der trotz hoher Investitionen im Vermögenshaushalt ohne Kreditaufnahme auskommt. Hierzu gehört auch die Feststellung, dass die Kommune seit Mitte 2002 schuldenfrei ist.

Gute Infrastruktur

Die zur Verwaltungsgemeinschaft Mistelbach gehörende Kommune kann auf eine intakte Infrastruktur verweisen. Hierzu gehören die Kita und die Grundschule, an die im Januar ein moderner Kinderhort angebaut wurde. Das 1,7 Millionen teure, hochmoderne Gebäude sucht landkreisweit seinesgleichen. Die Versorgung der Bevölkerung ist durch einen praktischen Arzt, Zahnarzt und Apotheke gesichert. Hinzu kamen in den letzten Jahren der Breitbandausbau, die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung sowie Baumaßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung.

Umgehungsstraße

Die Information über die Gemeinde Mistelbach wäre nicht vollständig ohne den Hinweis auf die geplante Umgehungsstraße. Bekanntlich wurde in dem seit 2006 laufenden Bemühen des Gemeinderates um eine Mistelbacher Ortsumgehung durch höchstrichterliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts das Planfeststellungsverfahren der Regierung von Oberfranken bestätigt. Zuletzt fanden mit Blick auf die Kostenermittlungen durch das Staatliche Bauamt Bayreuth Bodenuntersuchungen im Bereich der geplanten Ortsumgehung statt.

Einen wesentlichen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben leisten rund 20 Vereine, darunter der TSV Mistelbach als größter Verein, der eine große Sportanlage unterhält.dj

Verlagsbeilage NK vom Freitag, 13. Dezember 2019, Seite 88 (13 Views)

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